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Bild: Die Blume meiner Mutter in meinem Garten!

Donnerstag, 31. Juli 2014

Es ist schwer auszuhalten, das andere Menschen Dinge so tun, wie sie es möchten. Vor allem, wenn es sich um die eigenen Eltern handelt, gehen die Emotionen in und um mich herum gelegentlich hoch.

Ich wüsste so genau, was gut für sie wäre. Ich habe tausend eigene, für sie individualisierte Ideen und viele Informationen. Ich weiss, wie man oder sie das Alter optimal gestalten könnten. Einzig die Erfahrung fehlt mir. Diesen Vorsprung hatten sie schon immer, meine Eltern. Ständig 32 und 27 Jahre voraus!

Sie sind einfach so, wie sie sind. Eigentlich nichts Neues. Sie haben ihre Vorstellungen und ihre Lebensweisen, mal geht es gut damit, mal eben nicht. Es ist so banal, es ist so wie bei mir selber, was irgendwie zum Ausflippen ist, jedenfalls heute. Ich schaffe mir Möglichkeiten oder eben nicht. Andere hätten bestimmt auch Ideen, wie ich es noch anders machen könnte. Zum Beispiel den Kopfstand machen, gegen die nicht vorhandenen, doch immerhin möglichen Beschwerden der Menopause.

Während dem Abwasch vor einer Stunde schlich sich bei mir hinterrücks eine Erkenntnis ein. Es scheint wahrscheinlich, dass ich alle Vorschläge, die ich meinen Eltern bei Gelegenheit vorsichtig nahe lege, ziemlich sicher in 27 oder 32 Jahren ebenfalls in den Wind schlagen werde.

Genug! Ich geh nun besser mit dem Velo eine Trainingsfahrt machen. Steil den Hügel hinauf, so dass ich zumindest das Surental überblicken kann. Meine Mutter hat das nie gemacht. Vielleicht werde ich dadurch im Alter anders, obwohl ich die gleichen Blumen wie sie liebe!

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